Der Familenzuwachs

Kauf eines Zeltanhänger via Ebay
Ausgangssituation: Via Ebay ersteigerte ich einen alten Zeltanhänger mit Schweizer Papieren für Euro 89,00

Orginal Schweizer
    Fahrzeugpapiere
Bei der Abholung wurde die Freude etwas getrübt, da der Faltcaravan nur 300 kg Gesamtgewicht hatte

Mittels eines Vorversuches    testete ich die Form
Nachdem der Zeltcaravan vollständig zerlegt war, nutzte ich eine ehemaligen Bodenplatte um die Form und Masse zu überprüfen

Die ersten
    Multiplex-Platten werden mit einer Obefräse zugeschnitten
Zuvor wusste ich, dass es Oberfräsen gibt, was man jedoch damit machen kann erfuhr ich einem Crash-Kurs bei doing on the job.

Für die Tür recyclede ich die Bretter des Zeltcaravan
Für die Tür verwendete ich eine alte Platte des Zeltcaran. Diese verwendete ich auch um den Rand der Seitenwände aufzufüttern. Die Oberfräse (eine Leihgabe von Roy) arbeitete mehre Nächte.

Aus der Slovakei bekam ich
    tatkräftige Unterstützung
Monika fand ebenfalls Gefallen am Projekt und half wo sie konnte.

Seitenwände und Bodenplatte
    werden vereinigt
Nach fast drei Wochen Sägen und Frässen wurden die Seitenteile auf die Bodenplatte gesetzt. Der Wohnwagen nahm langsam gestallt an

Einbau Dachluke
Damit man auch im Sommer einen kühlen Kopf behält, wurde eine Dachluke eingebaut.

Dach aus Hartfaserplatten
Das Dach besteht aus zwei Schichten. In der Innenseite wurde eine 3 mm starke Hartfaserplatte eingebaut. Diese gibt Stabilität und dämmt die Sonnenstrahlung.

Der Wohnwagen auf der Waage
Während des Baus suchte ich mehrmals die Waage auf um das Gewicht zu kontrollieren

das Lackieren des Caravan
Der Caravan wurde mit grauem Acryllack gewalzt.

Wohnwagen auf der Hebebühne
Für Arbeiten am Unterboden (Montage Stützfüsse, Versiegelung der Ränder) kam auch die Hebebühne zum Einsatz

Caravan von innen
Der fertige Caravan von innen.

How it was born

Es war wohl 2004 als ich auf einem Messebesuch zum ersten mal auf einen Kleinstwohnwagen aufmerksam wurde. Im Prinzip war es nichts anderes als eine rollende Schlafkabine in welcher sich lediglich eine Matratze befand. Der Kundenkreis waren Motorrad- und Trikefahrer. Aber es gab auch Familien, welche ihr Wohnmobil mit einem zusätzlichem Kinderzimmer bereichern wollten. Der Gedanke eine solche Schlafkabine hinter meinen Oldtimer zu hängen fand ich einfach genial. Der Preis sprach jedoch eindeutig dagegen. Ich glaube es waren an die Euro 4000.- , welche der Händler dafür haben wollte. Auch im Internet stiess ich immer wieder auf ein paar Beispiele. So gab es z.B. zu DDR Zeiten "trabi-taugliche" Gespanne wie das sogenannte Dübener-Ei mit einem Gesamtgewicht von 400 kg. Der Wunsch nach einem Kleinstwohnwagen beschäftigte mich über Jahre hinweg. Die DDR ist jedoch schon lange Geschichte und dem entsprechend sind die wenigen Überreste aus dieser Zeit entweder total vergammelt oder nur zu Liebhaberpreisen zu erhalten. Der Gedanke mehere Wochen mit der Suche nach einem gut erhalten Stück zu verbringen, die Überführung und Zollpapiere zu organisieren, liesen meinen Wunsch schnell abkühlen. Dann gibt es auch noch Hersteller, welche neue Kleinstwohnwagen anbieten, aber da sprach ganz eindeutig der Preis dagegen. Des Weiteren kann man wenn man sich etwas genauer umschaut vereinzelt auch selbst gebaute Wohnwagen finden. Da ich gerne Spass am "Basteln" und reparieren habe, war ich von dem Gedanken selbst einen Wohnwagen zu bauen nahezu gefesselt. Der Gedanke kreiste über Jahren in meinem Kopf und so entstanden einige virtuelle Bilder. Da ich jedoch mit dem Bett im Daimler auf den vorhergehenden Reisen sehr zufrieden war, wurde die Idee der rollenden Schlafkabine erst mal auf Eis gelegt.
Das Dübener Ei ist bei Oldtimerfans sehr beliebt. Vereinzelt kann man auch Eigenbauten antreffen.
Die Firma Schneckenhaus baut und verkauft Kleinstwohnwagen. Der Maximus aus Frankreich ist ein Mischung aus Wohnwagen und Zeltanhänger. Der MiniGlobe wird von Dethleffs gebaut.

Der Startschuss für das Projekt wurde im März 2008 gelegt. Zufällig stiess ich auf eine Ebay-Auktion, bei welcher ein alter Zeltanhänger versteigert wurde. Die idealle Basis um einen Kleinstwohnwagen zu konstruieren. Das besondere an der Auktion war, dass es sich um einen Anhänger aus der Schweiz handelte. Das Fahrzeug hatte also bereits Schweizer Papiere. Ausserdem konnte man auf den Bildern eine Auflaufbremse erkennen. Sehr kurz entschlossen setzte ich 90 Euro ein. Auf Grund der sehr kurz gehalten Beschreibung war ich nicht bereit ein höheres Angebot abzugeben. Bei einem Preis von 89,- Euro (SFR 140,-) wurde mir der Zuschlag erteilt. Der erste Schritt für ein neues Projekt war somit erfolgt. Probleme gab es jedoch schon bei der Abholung. Zum einem kämpfte ich gerade mit einem defekten Radlager der Hinterachse des W124. Dieser Kampf zog sich leider über Tage hin. Zum andern entpuppten sich die im Ebay angegeben "Schweizer Papiere sind vorhanden" als ungültig, sodass ich für den Transport einen zweiten Anhänger benötigte um den Zeltanhänger aufzuladen. Bei der Abholung stellte ich leider fest, dass das Gesamtgewicht des Zeltanhängers auf wenige 300 kg begrenzt ist. Bisher hatte ich keine Angaben und hoffte auf 600 kg. 300 kg sind sehr wenig und mir war schnell klar, dass es ausser dem Eigengewicht wenig Reserve für den Transport von Reisemitteln oder ähnlichem gab. Mit der maximalen Achslast von 300 kg war mein Plan einen Kofferanhänger zu bauen, welchen man fakutaltiv zum Schlafen als auch zum Materialtransport benutzen kann beendet. Ich ging davon aus, dass die Konstruktion mit aller Wahrscheinlickeit die maximale Achslast im Leerzustand erreicht. Auf Grund der sich neu ergebenen Rahmenbedingungen änderte ich meinen Plan von "eckig" auf "rund". Der Vorteil eines rechteckigen Aufbaus wäre gewesen, dass ich ihn mit einer grossen Heckklappe hätte versehen können. Diese wäre vor allem bei Transportarbeiten von Vorteil. Da der Transport nun vereitelt war, entfiehl auch die notwendige Heckklappe. Mit einem runden Aufbau liebäugelte ich schon länger, hatte es jedoch zu Gunsten etwaiger Transportmöglichkeiten verworfen. Neben dem optischen hat ein runder Aufbau weitere Vorteile. So wird z.B. das Gewicht reduziert. Ausserdem machen die Rundungen die Konstruktion stabiler.
Ich hatte nun eine waage Vorstellung wie die fertige Wohnkabine aussehen sollte. Mittels CAD-Programm versuchte ich diese auf Papier zu bringen. Während die Masse der Grundfläche ca. 1.4 mal 2.0 m recht schnell deffiniert waren, waren die restlichen Masse schwierig zu finden. Welche Deckehöhe benötige ich um bequem darin sitzen zu können? Welche Radien werden benötigt um eine schöne Form zu erlangen und wo sind deren Mittelpunkte? Ebenso konnte ich keine Aussage über die notige Materialstärken finden. Diskussionen mit Bekannten führten zu kontroversen Aussagen. Mehrmals besuchte ich einige Baumärkte um mich über Materialen zu informieren. Welche Wandstärke? Müssen es die teuren wasserfest verleimten Siebdruckplatten sein? Fragen über Fragen zu denen ich keine Antwort bekam. Plötzlich kam mir der Gedanke, dass im alten Zeltcaravan bereits zwei Holzplatten ca. 1.35 mal 2.0 m waren, welche ich anstelle von entsorgen auch recyclen könnte. Also nahm ich eine dieser Platten für einen ersten Versuch. Auf dieser 15 mm starken Mulitplexplatte zeichnete ich den ersten Entwurf auf und sägte die Form mit einer Stichsäge aus.
Nachdem sie provisorisch am Chassis des Anhänger befestig war, erfoglten die ersten Rückschlüsse:
  • 1. Sägen mit der Stichsäge erreicht eine befriedigende Genauigkeit --> Übergang zur Oberfräse.
  • 2. Materialstärke ist mehr als ausreichend ---> Reduktion von 15 auf 12 mm um Gewicht zu sparen.
  • 3. Kopffreiraum ungenügend --> Aufbau um 10 cm erhöhen


  • Erneut setzte ich mich an den Computer und überarbeitete die Form. Als Aussenhülle wählte ich 12 mm starke Mulitplexplatten (Birke) welche ich über die Firma beziehen konnte. Somit war auch das Problem des Transportes gelöst, da sie bereits vor Ort waren. Am 10.07.08 war es so weit. Der Nachmittag wurde frei gemacht und zu dritt (Monika, Roy und ich) begannen wir mit dem Neubau. Roy brachte seine Oberfräse mit und erklärte sie ausführlich. Während eines Nachmittages fräste Roy beide Platten und fand sogar noch Zeit das Fenster auszufräsen. Die nächsten Schritte waren dann jedoch schon langsamer. So wendete ich z.B. das ganze Wochenende für die Fertigung der Türe sowie des Rahmens auf. Die Seitenwände wurden am Rand mit 5 cm breiten Holzleisten verstärkt um stabile Schraubverbindungen zu gewährleisten. Da die Holzleisten ebenfalls die runde Form benötigten verbrachte ich einen ganzen Tag damit Kreisbögen aus den alten Holzplatten zu fräsen. Diese wurden anschliessend mit der Aussenhülle verleimt und wieder bündig mit der Aussenhülle abgefräst. An der Unterseite der Seitenwände verleimte ich 22 cm hohe Randleisten. Diese haben zwei Funktionen. Zum einem sitzen mit dieser Leiste die Seitenwände auf dem Anhängerboden auf. Zum anderem dienen sie auch als Auflage für den Zwischenboden, auf welchem später die Matratze aufgelegt wird. Dies war nötig um mit der Matratze über die Radkästen zu kommen um die gesamte Aufbaubreite nutzen zu können. Der Zwischenboden gibt auch Stauraum für Gepäck und Ausrüstung. Auch wenn, er wegen des geringen zulässigen Gesamtgewichtes nur geringfügig ist.
    Die Türe selbst war ein sehr spannendes und zeitraubendes Unterfangen. Nachdem nämlich gebrauchte Türen selbst bei Ebay nur gegen hohe Summen gehandelt werden, welche dann zusätzlich noch angepasst werden müssen, beschloss ich die Türe selbst zu fertigen. Mittels Oberfräse war die Fertigung des Türblattes und des Rahmens einfach. Schwierig wurde es jedoch beim Scharnier und dem Schloss. Einschweissbare Drehgelenke für Scharniere kann man beim Handel beziehen. Diese mussten jedoch in einen Rahmen eingeschweisst werden. Auch hierzu recyclelte ich etwas Altes, eine Stück Flachstahl. Die Grösse des Scharniers wurde von der vorhanden Länge des Flachstahls vorgegeben. Das Einschweissen der Drehgelenke entpuppte sich als Goldschiedearbeit, aber mit etwas Gedult und ein paar Schraubzwingen war es schon möglich. Das Scharnier wurde dann mit meheren M6er Schrauben an die Seitenwand bzw. an die Tür verschraubt. Als Türschloss wurde ein "normales" Schloss aus dem Hausbau verwendet. Obwohl es sich hier um ein Massenprodukt handelt schockierte mich der Preis. Schloss, Zylinder und Griffe kosteten mich über SFR 250,- (Euro 150,-), also deutlich mehr als die bisher ausgegeben Mittel für das komplette Chassis! Aber ein gutes Schloss kostet nun mal eben seinen Preis.
    Das Dach sollte mit einer Querstrebe versteift werden. Während des Baus kam mir der Sinn, dass man diese Strebe mit einer Dachlüftung kombinieren könnte. Der Bau war bereits voll im Gange, daher blieb keine Zeit für eine ausgibige Suche. Nach einem Anruf bei einem Caravan-Händler wurde kurzentschlossen für SFR 120,- (Euro 74,-) eine 28 mal 28 cm Dachluke gekauft. Bereits am Abend war der zur Montage nötige Rahmen hergestellt und montiert.
    Das Dach bereitete mir noch einige Bauchschmerzen. Der Plan war es eine Dachhaut aus zwei Schichten zu machen. Innen eine 3 mm starke Hartfaserplatte, welche aussen mit einem dünnen Alu-Blech überzogen wird. Die Hartfaserplatte ist einseitig (innen) weiss beschichtet und erspart somit das Streichen. Gleichzeitig soll sie Stabilität und Wärmedämmung geben. Offen war nur die Frage, ob sich eine solche Platte über die Radien (vorn 40 cm, hinten 20 cm) biegen lässt. Um die Dachhaut aus einem Stück zu fertigen, wäre ein Platte in der Länge von ca. 4 m nötig gewesen. Dieses Mass ist jedoch sehr unüblich, sodass sich hier die Querstreben als Vorteil erwiesen. Dank dieser konnte das Dach in zwei Teile unterteilt werden. Die Querstreben bildeten die Naht beider Teile. Zur Erleichterung der Montage wurden beide Teile mit einer Übergrösse von ca. 5 cm gekauft. Über die vordere Rundung lies sich Platte problemlos biegen, bei der hinteren Rundung musste schon etwas Kraft auf gebracht werden, war dann doch möglich. Unterlegscheiben stellten sicher, dass die Platte trotz der hohen Eingespannung bei den Schrauben am Ende nicht ausbricht. Dank der Oberfräse und einem Anlauffräser konnte diese nach der Montage abgefräst werden, sodass die Ränder exakt mit den Seitenwänden abschlossen. Der wöchentliche Weg zum Baumarkt war inzwischen schon fest im Wochenprogramm etabliert. Aber leider konnte ich von dort kein Alublech beziehen. Nach einer ausgibigen Telefonaktion musste ich leider feststellen, dass das gewünschte Mass sehr unüblich war. Selbst die Aufteilung auf zwei Bleche, welche man mit einer Nut hätte verbinden können, war sehr schwiering, da es mit längeren Lieferzeiten verbunden gewesen wäre. Glück im Unglück hatte ich mit einer weiteren Auktion, per Ebay. Hier bot jemand ein Resstück in der passenden Grösse. Glück war dabei auch, dass ich es bis an die Schweizer Grenze geliefert bekam, da der Verkäufer zufälliger Weise eh in meine Richtung kam. Einen Tag nach dem Anruf hatte ich das Alublech in der Garage 4.30 x 1.60 m 0.8 mm stark, sodass mit der Montag begonnen werden konnte. Trotz der dünnen Dicke, ewies sich die Montage als komplizierte als gedacht, sodass es unweigerlich zu Hohlräumen zwischen der Hartfaserplatte und dem Alublech kam :-(. Die Zukunft wird es zeigen, wie sich die Konstruktion bewährt, oder ob sich auf Dauer das Blech stark verbeult. Links und Rechts wurde das Blech mit einer Elektroschere bündig abgeschnitten. Das vorder und hintere Ende wurde umgefallst. Die Dachlucke lies sich mit der Oberfräse einsägen. Hierzu wurde der Anlauffräser verwendet. Da er eigentlich, für Holz konstruiert war, hatte er mit dem Alublech etwas Mühe, aber mit etwas Gedult konnte er sich durchbeissen.
    Nun war es Zeit die Seitenwände zu streichen. An der Farbe sollte nicht gespart werden, da sie das Holz vor der Witterung, schützen sollte. Als erstes wurde eine Grundierung aufgetragen, welche angeschliffen mit einer Deckfarbe überstrichen (gewalzt) wurde. Monika konnte mich zu Grau überreden, wobei sich die Diskussion über mehere Tage erstreckte. Auch entschlossen wir uns zwei unterschiedliche Grautöne zu verwenden. Als erstes wurden die Wände gestrichen. Dann wurde noch ein Schuss schwarze Farbe in den Farbtopf gegeben und die Tür sowie die Felgen strichen. Die Kombination machte den ganzen Wohnwagen lebhafter. Das streichen, des Alublechs war nicht mehr notwendig, aber dessen Grautöne passten ebenfalls zum Gesamtbild.

    Um die Kannten abzudichten besorgte ich ein 20x25 Winkelprofil aus Gummi, welches mit Silikon und Schrauben befestigt wurde. Die Montage war relativ einfach. Zuerst wurde eine Silikonwurst auf den Rand gedrückt. Danach wurde das Gummi festgeschraubt. Zum Abschluss legte Monika ein paar profihafte Silikonfugen, sodass kein Wasser eindringen konnte. Die Elektrik wurde ebenfalls neu gemacht. Leider konnte ich kein 7-artriges Kabel im Baumarkt finden. Da beschränkte ich mich eben auf sechs Artern zumal ich eh keinen Nebenschleinwerfer am Anhänger hatte. Neue Lichter, ein Ebaykauf, wurden ebenfalls montiert. Vor der TÜV-Abnahme wurden noch die Bremsen zerlegt, gereinigt und die Bremsbeläge angeschliffen. Die Einstellung der Bremsseile erfolgte nach Gefühl. Am 1.Sep.2008 war es dann so weit. Ich hatte mir frei genommen um zur Zulassungsstelle zu fahren. Die Spekulationen waren gross. Vor allem meine Schweizer Kollegen bezweifelten, dass man mit einem selbstgebauten Wohnwagen ein Schweizer Nummernschild bekommt. Ich meinte dann nur: "Das ist kein Selbstbau, sondern eine Aufbauänderung!" Obwohl es eingentlich schon eine Untertreibung ist, da vom eigentlichen Aufbau nur noch die Bodenplatte bestand war dies Formal absolut korrekt. An der Zulassungsstelle angekommen erntete ich erstmal Bewunderung :-). Ein Motorradfahrer fragte mich woher ich den Wohnwagen gekauft habe. Er konnte nicht glauben, dass es eine Eigenkonstruktion war. Als der Prüfer kam, ging er erst mal um den Wohnwagen herum und fragte mich dann was ich eigentlich daran geändert habe. Er konnte auch nicht recht glauben, dass dies einer heimischen Garage entsprungen ist. Ich erklärte ihm die Konstruktion, er schüttelte kräftig am Aufbau, dann wurde die Gewichte und Masse bestimmt, die Bremsen geprüft, alles passte. Zu guter Letzt frage er mich wo die Prüfzeichen der Rücklichter seien. Ich fand leider keine. Dann klärte er mich auf: "Ohne E-Prüfzeichen" könne er die Rücklichter nicht genehmigen. Ein weiterer Mängel war, dass ich leider die in der Schweiz obligatorischen Rückstrahler an der Stirn des Wohnwagen 10 cm zu hoch angebracht hatte. Mit diesen beiden Mängeln musste ich dann leider doch ohne das ersehnte Nummernschild den Platz verlassen. Aber der Rest war okay: ein Teilerfolg. Am Nachmittag besorgte ich mir Rücklichter mit E-Prüfzeichen. Diese waren leider dreimal so teuer wie die anderen, aber es blieb mir ja nichts anderes übrig. Die Rückstrahler waren zum Glück nur geklebt, sodass ich sie lösen und wieder 10 cm tiefer ankleben konnte. Zwei Tage später am 3. Sep.2008 war es dann so weit. Mit den neuen Rücklichtern und den 10 cm tiefer angebrachten Rückstrahlern fuhr ich zum zweiten Mal zur Zulassungsstelle und bekam sofort den neuen Fahrzeugausweis ausgestellt. Danach fuhr ich gleich weiter nach Konstanz um eine neue Matratze zu kaufen. Die muffige Alte entsorgte ich sofort bei er Sammelstelle. Das Ei war für den ersten Ausflug bereit.


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